Was ist Chainlink?


ChainLink ist ein dezentrales Oracle-Netzwerk, das auf das Verbinden von Smart Contracts mit Real World Data ausgelegt ist. Mit anderen Worten, ChainLink sendet Informationen aus Off-Blockchain-Quellen über sogenannte Oracles an Blockchain-basierte Smart Contracts. Für den Fall, dass Sie nicht mit dem Konzept vertraut sind: Oracles sammeln Datenströme und übertragen sie auf die Blockchain. Im Grunde kombiniert ChainLink solche Oracles, treibt das Netzwerk an und verbessert die Interkonnektivität von Smart Contracts.


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Inhalt

  1. Die Geschichte von Chainlink
  2. Technische Spezifikationen von Chainlink
  3. Preise von Chainlink
  4. Einzigartige Eigenschaften von Chainlink
  5. Warum Chainlink verwenden?
  6. Chainlink ressourcen

Die ChainLink-Geschichte

ChainLink wurde von Sergey Nazarov und Mitgründer Steve Ellis als Projekt beim Mutterkonzern SmartContract.com entwickelt. Die ursprüngliche Idee hinter ihrem Projekt war die Entwicklung einer Brücke zwischen externen Datenquellen und Blockchains. Das Ergebnis dieser Idee war ChainLink: ein Netzwerk von Oracles, das Datenströme aus beliebigen Web-APIs oder Datenquellen einspeist. Als externe Quelle können zum Beispiel Wechselkursdaten, Geostandortdaten oder auch Wetterdaten verwendet werden.

Was ist ein Oracle?

Smart Contracts sind selbstausführende Anweisungen, die in der Blockchain kodiert sind. Wenn A eintritt, wird B ausgelöst. Aber woher weiß die Blockchain, wann A tatsächlich eintritt? Oracles stellen die Daten dafür zur Verfügung und übertragen sie an das Smart-Contract-Netzwerk.

history of chainlink

Die Entstehung von ChainLink und anfängliche Probleme

ChainLink wurde erstmals im September 2014 eingeführt. Das Projekt hat seitdem jedoch eine umfassende Weiterentwicklung durchlaufen. Im Jahr 2014 stellte das Team von SmartContract.com fest, dass es auf zentralisierte Quellen angewiesen war. Dies nannte man „das Oracle-Problem“ und führte dazu, dass Sergey und Steve ein paar Jahre warten mussten, bis der Markt auch reif für ChainLink war.

ICO 2017

Im Jahr 2017 wollte SmartContract.com ein dezentrales Netzwerk mit ChainLink als Treiber aufbauen. Als der Markt reif war, beschlossen ein ICO (Initial Coin Offering) einzuführen. Ein Cryptocurrency-Crowdfunding, wenn man so will. Im September 2017 hatte ChainLink 32 Mio. $ in seiner ersten ICO-Runde zusammengetragen. Dieser Betrag wurde für die Weiterentwicklung des Projekts verwendet. Das Mainnet von ChainLink ging am ersten Juni 2019 über das Ethereum-Netzwerk live. ChainLink hat sich seitdem zu einem vollständigen, dezentralen Oracle-Netzwerk entwickelt und hat über 77 verschiedene Anwendungsfälle.

Die Geschichte des LINK-Tokens

Zusammen mit dem dezentralen Oracle-Netzwerk von ChainLink erfand das Fintech-Unternehmen SmartContract.com auch den LINK-Token, der in ChainLink-Umgebungen angewandt wird. Mit dem Oracle-Netzwerk auf Hochtouren und seinem unendlichen Potenzial dauerte es nicht lange, bis LINK zu einem begehrten Produkt wurde. Derzeit ist LINK unter den Top 10 Coins, was seinen Börsenwert anbelangt, und kann nur noch wachsen.

Partnerschaften in 2020

Im Anbetracht der aktuellen Ereignisse rund um ChainLink und seinem Token gab das verantwortliche Unternehmen bekannt, dass ChainLink eine Partnerschaft mit Polkadot eingegangen ist, einer anderen Blockchain, die sich mit vergleichbaren Konnektivitätsproblemen beschäftigt. Sie sind auch eine Partnerschaft mit Ethereum Classic sowie mehreren kleineren dApps und DeFi-Projekten eingegangen.

Eine der wichtigsten im Jahr 2020 eingegangenen Partnerschaften war die zwischen SmartContract.com und Chinas nationalem Blockchain Services Network (BSN). Diese Partnerschaft wurde mit der Absicht gegründet, im großen Stil Off-Chain-Daten zu erhalten und zu organisieren. Schließlich ging ChainLink im Juli 2020 eine Partnerschaft mit Binance ein, um Off-Chain-Marktdaten für die DeFi-Plattform von Binance bereitzustellen.

Technische Spezifikationen von Chainlink

Ticker Symbol LINK
Founder(s) Sergey Nazarov and Steve Ellis
Date of Release September 19th, 2017
Consensus mechanism Proof of performance
Hashing Algorithm Single Pass Signature (SPS)
Maximum supply 1.000.000.000
Average Block Time 5 Minutes
Smart Contracts Yes

Preise von Chainlink

Einzigartige Aspekte von ChainLink

Der Zweck von ChainLink

Insgesamt bezieht sich der Zweck von ChainLink auf die Lösung der Konnektivitäts- und Interoperabilitätsprobleme innerhalb von Smart Contracts und Blockchain-basierten Dienstleistungen und Technologien. Dank ChainLink können Bank- und Einzelhandelszahlungssysteme, Marktdaten-APIs und andere Off-Blockchain-Systeme mit Blockchain-Netzwerken verbunden werden. Im Grunde genommen kann fast jede API-Verbindung, die man sich vorstellen kann, in Kombination mit dem Smart-Contract-Netzwerk verwendet werden. Man denke an all die Möglichkeiten in Bezug auf dezentralisierte Finanzen, Zahlungen, Gaming, Lieferketten usw. ChainLink kann wirklich ein Pionier hinsichtlich der Blockchain-Einbindung ins reale Leben sein.

unique aspects of chainlink

Der LINK-Token

Neben ChainLink und seinem Hauptzweck verwendet SmartContract den LINK-Token, um sein Netzwerk anzutreiben. Mittlerweile ist ChainLink eine gültige Cryptocurrency mit einem Gesamtangebot von 1 Milliarde Tokens. Diese Cryptocurrency wird verwendet, um die Knotenanbieter innerhalb des dezentralen Oracle-Netzwerks ChainLink zu bezahlen. Das Einzigartige an diesem System ist, dass Knotenanbieter mit große LINK-Mengen mit größeren Contracts belohnt werden können. Das System ist so ausgelegt, dass Knotenanbieter, die ungenaue Informationen liefern, Token-Reduktionen erfahren. Gute Arbeit wird belohnt und gefördert, während minderwertige Arbeit „bestraft“ wird. Außerdem ist LINK ein ERC20-Token mit der ERC223-Funktionalität „Transfer and Call“, also übertragen und abrufen.

Die Oracles

Der wohl am meisten einzigartige Aspekt von ChainLink sind die Oracles innerhalb dieses dezentralen Netzwerks. Wie bereits erklärt, sind Oracles DeFi-Agenten, die für das Senden von Daten aus Off-Chain-Quellen an Blockchain-basierte Smart Contracts verantwortlich sind. Das System ist so konzipiert, dass die Teilnehmer angeregt werden, Smart Contracts den Zugriff auf externe Daten zu ermöglichen.

Diese Contracts müssen den anfragenden Contract mit dem entsprechenden Oracle innerhalb des Netzwerks abgleichen. Dabei gibt es drei Arten von Contracts: Reputation Contract (prüft die Integrität der Quelle und handelt entsprechend), Order-Matching Contract (verbindet den Service-Level-Agreement mit den bestbietenden Oracles) und Aggregating Contract, der für das Sammeln von Daten innerhalb der Oracles verantwortlich ist, um die genauesten Ergebnisse zu finden. Damit löst ChainLink gängige Smart-Contract-Probleme, wie z.B. das Problem von Ethereum-Smart-Contracts, die nur mit von der eigenen Blockchain stammenden Daten arbeiten.

Warum sollte man ChainLink nutzen?

ChainLink schafft die dringend benötigte Interoperabilitätslösung innerhalb von Blockchain-basierten Smart Contracts. Indem sie es ermöglichen, dass Daten aus externen Quellen zu Smart Contracts gelangen, haben die Entwickler von ChainLink die potenziellen Anwendungsmöglichkeiten für die Blockchain-Technologie erheblich erweitert.

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Insgesamt schafft ChainLink die Möglichkeit für Smart Contracts, jede Art von Datenquelle unabhängig von ihrer Art und Herkunft zu nutzen. Die bisher vielleicht wichtigste Anwendungsform von ChainLink ist die Integration dieses Systems ins SWIFT-Bankentransaktionsnetzwerk, einem der größten globalen Finanznetzwerke. Eine weiterer Pluspunkt ist, dass ChainLink über sehr wenig Konkurrenz in seinem Segment verfügt. Selbst die Projekte, die als mit ChainLink vergleichbar erachtet werden könnten, sind sehr weit von seinem Entwicklungs- und Integrationsstand entfernt.

Darüber hinaus ist der Preis von ChainLink nach seiner Einführung im Ethereum-Netzwerk um etwa 400 % gestiegen. Ausgehend von dem positiven Ergebnis der Partnerschaften im letzten Jahr ist zu erwarten, dass ChainLink im Jahr 2021 und darüber hinaus weiter wachsen wird. Die Zukunft des ChainLink-Ökosystems und seine Interkonnektivität mit Drittanbietern ist eine spannende Entwicklung für die gesamte Crypto-Szene.

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